Katzenzucht
Moral und Ethik in der Katzenzucht
Katzenliebhaber und stolze Besitzer einer Rassenkatze der FFH, die als Liebhabertier erworben
wurde, erteilt so manches mal selbst den Wunsch knuddlige Stubentiger aufzuziehen und
“nur einmal einen Wurf” im eigenen Haus mitzuerleben, um dann zu sehen wie die Kleinen
aufwachsen. Da man ja selbst so viel Freude daran hatte die erworbene Rassekatze aufwachsen
zu sehen. Die hat manchmal fatale Folgen. Nachstehend gebe ich Ihnen ein paar Denkanstösse
die Ihnen vielleicht helfen werden, Ihre Entscheidung zum “nur einmal einen Wurf” zu überdenken.
Warum wurde Ihre Rassekatze Ihnen wohl als Liebhabertier verkauft??? Bei weitem nicht jede Katze eignet sich zur Zucht. Ein seriöser
Züchter ist in einem Verein. Schon alleine wegen des Gedankenaustausches der Züchter unter sich. Als Züchter muss man Liebhaber von
Mensch und Tier sein, sowie alles Leben auf der erde respektieren.
Ein seriöser Züchter kennt seine Linien mit denen er züchtet ganz genau. Er verschafft sich Kenntnisse über Gentik, artgerechte Haltung
und die speziellen Bedürfnisse seiner Samtpfoten nimmt er ernst. Er nimmt regelmässig an Treffen der Katzenzüchter teil. Um sich weiter
zu bilden und um Gedanken und Neuigkeiten auszutauschen. Er ist sich im Klaren das nicht “Schönheit”, sondern Gesundheit an erster
Stelle steht. Wenn genetische Defekte auftreten, informiert er beteiligte Züchter und erstellt sofort gegenmassnahmen, die meistens eine
Kastration zur Folge haben. Er sieht es besonders kritisch den eigenen Katzen gegenüberund respektiert die Bedürfnisse des Lebewesens
und verletzt niemals die Würde eines seiner Tiere. Das Eingeständnis von fehlern und Fehlentscheidungen sind für einen seriösen Züchter
kein Problem.
Das wichtigste aber sind Zeit und Musse sich um die kleinen hilflosen Geschöpfe zu kümmern und ihnen ein artgerechtes zu Hause bieten.
Ein dickes Sparbuch, einen guten Tierarzt und einige Tausender in der Hinterhand sind ebenso ein muss wie hochwertiges Futter und
genügend Zeit für Streicheleinheiten der Samtpfoten. Auch sollte Platz vorhanden sein, um nervöse Mütter, markierende Kater und
Neuzugänge bei Bedarf trennen zu können. Ich hoffe Ihnen nun einen denkanstoss gegeben zu haben. Damit sie sich genau überlegen,
bevor Sie “nur einmal einen Wurf” machen.